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Wie können wir vom Internet der Dinge profitieren

Wie können wir vom Internet der Dinge profitieren

In diesem Artikel möchten wir beschreiben, was wir eigentlich meinen, wenn wir vom Internet der Dinge (IoT) sprechen, erläutern, wie das Ganze funktioniert und uns zu guter Letzt damit beschäftigen, welchen Nutzen wir aus kommunizierenden Gegenständen ziehen können und welche positiven und negativen Auswirkungen dieser technologische Quantensprung auf uns als Einzelpersonen und die Menschheit hat.

Das Internet der Dinge – die Grundlagen

Das Gabler Wirtschaftslexikon versteht unter dem Begriff „Vernetzung von Gegenständen mit dem Internet, damit diese Gegenstände selbstständig über das Internet kommunizieren und so verschiedene Aufgaben für den Besitzer erledigen können. Der Anwendungsbereich erstreckt sich dabei von einer allg. Informationsversorgung über automatische Bestellungen bis hin zu Warn- und Notfallfunktionen.“

Das Schlagwort ist hierbei „Kommunikation“, die die intelligenten Gegenstände gelernt haben und für Kommunikation braucht es immer ein Medium: Im Falle des „Internet of Things“ ist das das Internet.

Die Voraussetzung für den raketenhaften Aufstieg der vernetzten Dinge war und bleibt kostengünstiges und allerorts verfügbares Breitbandinternet. Die Boston Consulting Group prognostizierte in einem Anfang 2017 erschienen Artikel unter anderem, dass zwischen 2015 und 2020 in den Umsätzen der verschiedenen IoT-Sparten eine durchschnittliche, jährliche Wachstumsrate von 20 Prozent zu erwarten ist.

An anderer Stelle prognostizieren die Analysten von Gartner , dass im Jahr 2017 8,4 Milliarden „vernetzte Dinge“ in Verwendung sein werden, was im Vergleich zu 2016 einem Wachstum von 31 Prozent entspricht. Bis 2020 wird die Anzahl vermutlich auf 20.4 Milliarden gestiegen sein. In China, Nordamerika und Westeuropa ist mit 67 Prozent der Löwenanteil aller internetfähigen Dinge zu finden.

Das Internet der Dinge beschreibt also ein gigantisches und beständig wachsendes Netzwerk aus miteinander kommunizierenden Dingen und Menschen, wobei diese Kommunikationskanäle zwischen Mensch-Mensch, Mensch-Ding und Ding-Ding genutzt werden.

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Anwendungsbereiche des „Internet of Things“

Das Internet der Dinge bietet Lösungen für die kleinen, aber nicht minder nervigen Herausforderungen des Alltags: Was ist, wenn man unterwegs ist und einem plötzlich Zweifel kommen, ob man den Herd wohl ausgemacht hat?

Hängt der Herd an einer smarten Steckdose, kann man ihn von überall in der Welt ein- oder ausschalten. Oder was, wenn man zu den eher schusseligen Zeitgenossen gehört und der dringend gebrauchte Autoschlüssel schon wieder partout nicht auffindbar ist? Ist der Schlüssel mit einem Ortungssensor ausgestattet, kann man sich mit der dazugehörigen Smartphone-App ganz einfach auf die Suche begeben.

Möglicherweise wird es bald in jedem Haushalt Standard sein, dass der Wecker nach dem Läuten einen Befehl an die Kaffeemaschine schickt, damit diese schon einmal den Morgenkaffee zubereitet und höchst wahrscheinlich werden Drucker und andere Bürogeräte schon bald intelligent genug sein, um zu erkennen, dass diverse Büromaterialien zur Neige gehen und dann selbstständig Nachschub bestellen.

Allerdings gibt es im Leben kaum einen Bereich, in dem der Einsatz von kommunikationsfähigen Dingen nicht denkbar ist - und sogar weitreichende und gravierende gesellschaftliche Probleme können potentiell durch diese technologische Revolution gelöst werden, von den zu erwartenden Effizienzsteigerungen in Wirtschaft und Industrie gar nicht zu sprechen.

 

Smart Home & Smart City & Smart World

Smart Home & Smart City & Smart World
Wie durch ein symbiotisches Zusammenspiel aus natürlichen Ressourcen und Smarten Städten eine Smarte Welt entstehen könnte, die ihren Bewohnern eine hohe Lebensqualität bietet und darüber hinaus äußerst umweltfreundlich ist, zeigt Libelium in dieser Infografik: Quelle: Libelium

 

Smart sind unsere technischen Geräte also geworden, in der Lage, mit uns zu kommunizieren und Aktionen auszuführen, die vor allem zum Ziel haben, unseren Alltag leichter und angenehmer zu machen.

Abgesehen von Handy und dem Auto kommt Otto Normalverbraucher am ehesten im trauten Eigenheim mit dem Konzept des Internets der Dinge in Berührung, denn die vernetzten Heimtechnologien sind schon lange nicht mehr nur für die oberen Zehntausend erschwinglich.

Der Begriff „Smart Home“ beschreibt dabei Wohnräume oder Wohnhäuser, in denen Haustechniksysteme (z.B. Beleuchtung, Heizung, Abwasser, Müll etc.), Haushaltsgeräte (z.B. Lampen, Jalousien, Herd, Waschmaschine, Espressomaschine, Überwachungssysteme etc.) und Unterhaltungselektronik (Computer, Fernseher, Audiosysteme etc.) untereinander vernetzt sind, die Geräte Daten speichern und logisch reagieren können und man als Hausbewohner in der Lage ist, den Zustand des eigenen Hauses entweder aus der Ferne via App auf Smartphone/Tablet oder via zuvor programmierten Zeiten zu kontrollieren.

Vorrangiges Ziel ist dabei, unsere Wohn- und Lebensqualität zu erhöhen, unser Zuhause sicherer zu machen und der Umwelt durch effiziente Energienutzung etwas Gutes zu tun. Setzt man dieses Vorhaben im Extrem um, wie es ein Autor der Website Medium zu Testzwecken getan hat, wird allerdings klar, dass Smart Home-Konzepte noch unter diversen Kinderkrankheiten leiden.

Der Autor setzte sich zum Ziel, so viele smarte Dinge wie möglich in sein Leben zu integrieren, woraufhin er 149 netzwerkfähige Geräte, mit 17 unterschiedlichen Systemen und fünf verschiedene Drahtlosnetzwerke sein Eigen nannte.

Sein Fazit: Die Technologien diverser Smart Things sind nach wie vor unvollständig, sie brauchen zu viel Aufmerksamkeit und Wartung (z.B. Batteriewechsel, Software-Abstürze, Systemfehler etc.) und nutzen keine einheitlichen Standards zur Kommunikation und Vernetzung – wichtige Informationen für die Hersteller und Entwickler von Smarten Geräten.

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Internet der Dinge in Smart Home & Smart City 

In der „Smart City“, seit einigen Jahren Lieblingsidee der Städteplaner, wird das Konzept noch weitergesponnen und gleich auf eine ganze Stadt angewendet.

So sollen in einer Smart City die öffentlichen Güter mithilfe von moderner Informationstechnologie und dem Internet der Dinge effizienter verwaltet werden, wodurch Städte umweltfreundlicher und sozial inklusiver werden sollen.

Die technologiebasierten Innovationen einer Smart City (vernetzt mit anderen relevanten Akteuren, wie einer transparenten, offenen Stadtverwaltung, einer aktiven Zivilgesellschaft und natürlich den „Smart Homes“ der individuellen Bürger) sollen vor allem in gesellschaftlich relevanten Fragen Abhilfe schaffen, darunter beispielsweise Probleme wie Umweltverschmutzung, demographischer Wandel, Ressourcenknappheit etc. Doch welche konkreten Maßnahmen kann man sich darunter vorstellen?

Eine Smarte City wird als vernetztes System verstanden, in dem verschiedene Subsysteme existieren und in der die verschiedenen Akteure auf verschiedenen Ebenen kommunizieren. Wo Menschen leben, braucht es Energie und am besten natürlich smarte, effizient genutzte Energie, daher rüsten heutzutage viele Städte ihre öffentlichen Beleuchtungssysteme auf energiesparende LED-Leuchten um, die darüber hinaus Daten zur effizientesten Energienutzung sammeln können.

Mobilität und Verkehr ist ein weiteres Subsystem einer Smart City, Verbesserungen werden hier beispielsweise durch den Ausbau smarter öffentlicher Transportsysteme, durch smartes Parken und smarte Ampeln geschaffen.

Im Gesundheitssystem wird durch smarter designte Behandlungsstätten und elektronische Patientenakten für Effizienz gesorgt. Öffentliche Waschräume sind mittlerweile häufig mit Sensoren ausgestattet, die dem Reinigungspersonal mitteilen, wenn beispielsweise der Seifenspender leer ist und öffentliche Mülleimer melden an die zuständigen Stadtbediensteten, wenn sie voll sind und geleert werden müssen.

Die Beispiele für smarte Maßnahmen in smarten Citys sind quasi unbegrenzt. Wer sich selbst ein Bild von besonders smarten Städten machen möchte, kann dies beispielsweise in Singapur, Barcelona, London, San Francisco, Olso oder in Wien tun.

 

Industrie 4.0.: „selbstorganisierte Produktion möglich werden: Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte kommunizieren und kooperieren in der Industrie 4.0 direkt miteinander.“  Begriffsdefinition

Über den Autor:
Sven Ernst
Sven Ernst
Geschäftsleitung / Business Development

Sven leitet unser Office in Thailand. Er kümmert sich intensiv um das Business Development und um unser Start-Up YogaTrail.

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